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BESSER LIEGEN, BESSER SCHLAFEN, BESSER LEBEN


Was der Schlaf für den Körper, ist die Freude für den Geist:
Zufuhr neuer Lebenskraft. Rudolf von Jhering

von John Miller 08 Sep, 2017
Über die Atmung und die Streckung der Wirbelsäule dehnen sich die Wirbelzwischenräume, die Bandscheiben bekommen „Nahrung“ im Schlaf, dazu muss aber die Wirbelsäule in ihrer Form entsprechend für Rücken- und Seitenlage druckfrei gelagert sein. Schon leichte Blockaden in den Wirbelgelenken verhindern dies. Nur bei einer soliden Lagerung wird für den Bandscheibenkern die so wichtige Gallertflüssigkeit produziert. Bessere Atmung bewirkt Pulsation und Mikro-Bewegung, damit holt sich die Bandscheibe vom anliegenden Gewebe diese Nährstoffe. Gleichzeitig wird über die Schilddrüse mehr Kalium, Kalzium und Hormone für die Erhaltung der Systeme produziert. Matratzen mit speziell wählbaren Liegezonen im Innenaufbau bewirken bei anatomisch richtiger Lage eine Extension, also einen Zug auf die Wirbelsäule. Durch diesen Zug sind die Bandscheiben entlastet und können sich problemlos regenerieren. Durch die Atmung kann jetzt ein Wechsel zwischen Druck und Zug entstehen, ein Pumpmechanismus wird erzeugt, der die Ernährung der Bandscheiben garantiert. Mit dem richtigen Liegezonenaufbau kann man beim Probeliegen sofort eine verbesserte Atmung und die Befreiung der Wirbel vom statischen Auflagedruck spüren.
von John Miller 16 Aug, 2017

So wie die verschiedenen Schlafpositionen etwas über unser Seelenleben und unseren Gemütszustand aussagen, so erkennt man das heute auch aus der Körperhaltung am Tage. Zugleich werden Fehlhaltungen durch unphysiologische d. h. nicht richtig (an die Matratze) angepasstes Liegen im Schlaf deutlich. Das Prädilektions-Syndrom (einseitiges Stehverhalten=Vorzugshaltung) wird beim Liegen durch eine Lieblings-Schlafseite verstärkt. Das ergibt eine Fehllagerung unseres Körpers in sich, er steht statisch gesehen nicht mehr „in der Mitte“. Und das Tag und Nacht: 24 Stunden ohne Pause. Durch diese Disbalance sind die Muskeln im Schulter- und Nackenbereich ständig verspannt und weitere Folgen sind dann unausweichlich.

  • z. B. schnelles Ermüden bei längerem Stehen, zu großer Energieverlust allein schon beim Gehen, weil sich die Körpermitte nach außen verlagert und ein falsches Laufverhalten verursacht.
  • Der gesamte Skelettbau verschiebt sich: es entsteht eine folgenschwere Unterversorgung mit den erforderlichen „Schmierstoffen“ zwischen den Gelenkflächen.
  • Teile der Wirbelsäule, besonders im unteren Lendenbereich, werden einseitig belastet, weil die Druckverteilung auf nur ein Fünftel der Druckaufnahmefläche eines Wirbels verteilt ist.
  • Schmerzliche Folgen: Bandscheibenschäden, vielerlei Beschwerden an den Gelenken und gleich wieder neue Haltungsstörungen.

Die Muskulatur merkt sich Fehlhaltungen beim Liegen sehr genau, sie speichert sie gewissermaßen. Dadurch hat es der Mensch am Tage noch schwerer, seinen Fehlhaltungen entgegen zu wirken. Jetzt hat die Verhaltensforschung festgestellt, dass die Fehlhaltungen am Tage auch in das Liege- und Schlafverhalten einbezogen werden. So beginnt ein verhängnisvoller Kreislauf und es entsteht ein wahrer Teufelskreis. Deshalb ist ein richtig angepasstes Schlafsystem so außerordentlich wichtig, weil Fehlhaltungen, die im Schlaf entstehen, am besten auch im Schlaf korrigiert werden können.
Liege- und Schlafexperten bieten jetzt neue, ganzheitlich recht erfolgversprechende Liegelösungen an, die über den Schlaf hinaus – also auch tagsüber – eine bessere Körperhaltung bewirken. Einige wenige, speziell ausgebildete Bettenfachleute können auch schon durch eine orthostatische Untersuchung (= Teil einer manuell-therapeutischen, optrimetrischen 3-D Körperstatik-Vermessung) die Haltungsanomalien zur Ermittlung einer ergonomisch richtigen Körperlagerung einbeziehen. Nach diesen zum Teil neuen Erkentnissen, kann man sagen, dass Betten- und Matratzenkauf in Zukunft nicht mehr ohne sehr gute fachmännische Beratung geht, wenn man sicher sein will, besser zu liegen um sicherer gesund zu bleiben oder vielleicht sogar erst wieder gesund zu werden.

von Dajana Njezic 24 Jul, 2017

Oft sind in Matratzen zu große Schulterzonen eingearbeitet. Wenn nun auch noch in der Unterfederung eine Schulterzone vorhanden ist, kann das oftmals Hals- und Nackenschmerzen, Verspannungen und Schulterprobleme verursachen.

Das liegt daran, dass sich die Wirbelsäule im oberen Brustwirbelbereich nach oben biegt und im Halswirbelbereich nach unten abknickt. Das führt dann zu Taubheitsgefühlen und Einschlafen von Armen und Händen.

Eine Linderung erhoffen sich viele Menschen mit einem oder mehreren Kissen unterschiedlicher Höhen. Was leider meist nicht funktioniert.

Die Lösung bzw. Erlösung wäre eine anatomisch richtige Lage. Der Oberkörper muss bis zur Achselhöhe gut abgestützt sein. Schon allein dadurch wird der Schulterdruck reduziert. Denn das Schultergelenk (ca. 15-18 cm) darf nur punktuell entlastet werden.

 

von Dajana Njezic 24 Jul, 2017

Ist die Matratze zu weich, hängt die Wirbelsäule in Seitenlage durch wie bei einer C-Skoliose. Das Becken kippt und drückt auf die Lendenwirbel. In den meisten Fällen erhalten die untersten Lendenwirbel einen Kantendruck.

Die Mikrobewegungen sind reduziert und dadurch erhalten die Bandscheiben und der faserreiche Ring zu wenig Flüßigkeit. Durch die Dysfunktion der Rückenmarksnerven entstehen zB Verstopfung, Krämpfe, Übersäuerung, Kniebeschwerden, Atembeschwerden, usw

von Dajana Njezic 02 Jul, 2017

Leiden Sie oft unter Schulter- und Nackenproblemen oder eingeschlafenen Armen und Händen?

Das können Sie verhindern mit der richtigen Zoneneinstellung an Ihrem Schlafsystem.

Nehmen Sie es nicht auf die leichte Schulter. Eine schlecht eingestellte Schulterabsenkung kann die obere Brustwirbelsäule deformieren und die Halswirbelsäule wird in die gegenläufige Richtung abgeknickt.

In den meisten Fällen verlangt dann der Kopf nach einem höheren Kissen, was dann durch einen translatorischen Druck weitere Hals-Beschwerden auslöst.

von Dajana Njezic 24 Jun, 2017

Die 3 goldenen Regeln vom Experten

Rückenlage: Die Matratze sollte den Körper so weit aufnehmen, dass alle Körperwölbungen Kontakt haben. Auch die Kniegelenke sollten unterstützt sein und die Fersen keinen Druck verspüren. Denn nur in dieser (nicht ganz gerade stehenden) Liegehaltung wird die Atmung nicht behindert. Ist das Bedürfnis vorhanden, sich gleich zur Seite zu drehen, passt die Matratze in Rückenlage nicht.

Seitenlage: Hier sollte die Matratze mit ihren Liegezonen die Brustwirbelsäule bis zur Achselhöhle gut abstützen um dadurch die Schulter zu entlasten. Aber Achtung! Bei einer zu weichen Schulterzone verbiegen sich Brust- und Halswirbelsäule in eine gegenläufige und gesundheitsschädliche Richtung. Der Lendenbereich sollte wegen der beidseitig liegenden Nierenarterien keinen Druck bekommen, allenfalls leichten Kontakt.

Bauchlage:Ist keine Lösung für erholsamen Schlaf und wird meist auch nur für kurze Zeit eingenommen. Dadurch, dass man nicht auf der Nase liegen kann, wird die Halswirbelsäule verdreht. Bei dieser Torsion werden Arterien im Kopf gequetscht und somit die Sauerstoffzufuhr reduziert. Wir sprechen dann von einer Einschlafselbstbetäubungshaltung.

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